Einleitung
Die Dolomiten, das markante Gebirge im Nordosten Italiens, bieten ein außergewöhnliches Spielgelände für Radfahrer aller Leistungsstufen. Als UNESCO-Welterbe wechseln hier steile Dolomitwände, saftige Almwiesen, historische Pässe und alte Bergdörfer mit gelebter Patina. Radfahren ist hier mehr als reine Anstrengung: Es ist ein Gesamterlebnis für die Sinne, wo der Duft der Nadelwälder in der Luft liegt, die Panoramen sich bei jeder Kehre ändern und Morgen- und Abendlicht die Kalknadeln in Ocker- und Rosatönen formen.
Dieser Beitrag führt dich zu den schönsten Radrouten der Dolomiten, liefert detaillierte Beschreibungen, präzise Adressen, Öffnungszeiten, Preise und lokale Praxistipps zur Vorbereitung deiner Tour – egal ob eintägige Sellaronda, Auffahrt zum Passo Pordoi, Rundfahrt um Cortina d’Ampezzo, Ausflug auf die Seiser Alm (Alpe di Siusi) oder Anstieg zur Marmolada und dem Lago di Fedaia. Jede Strecke ist mit konkreten Angaben versehen: Distanz, Höhenmeter, Belag, Schwierigkeitsgrad, Verpflegungsmöglichkeiten und Optionen für Transport oder Abkürzungen.
Die Dolomiten sind außerdem eine Region, in der lokale Services zählen: E-Bike- und Rennradverleih, Gepäcktransfers, Werkstätten für Reparaturen und Hütten, die hungrige Radler willkommen heißen. Hier findest du genaue Adressen von Shops und Tourismusbüros, Öffnungszeiten der Seilbahnen, die schnell auf Höhen bringen, sowie aktuelle Preise, damit du deinen Aufenthalt budgetieren kannst. Abschließend teilen wir Sicherheitsratschläge: wann du die Spitzenzeiten des Autoverkehrs vermeiden solltest, wie du dich gegen schnelle Wetterwechsel in den Bergen ausrüstest und welche Höflichkeitsregeln auf alpinen Straßen gelten.
Vor der Abfahrt gilt eine einfache Regel: Respektiere die Berge und ihre Bewohner. Die wirtschaftlichen und kulturellen Wurzeln der Dolomitentäler sind lebendig – Bauern, Hirten, Bergführer und kleine Gewerbetreibende – und dein Besuch kann für alle eine Freude sein, wenn man Wege, Sauberkeit und Ruhe achtet. Bereite dein GPS vor, prüfe den Zustand der Straßen und Pässe und leg los: In den Dolomiten warten hinter jeder Kurve neue Überraschungen.

Sellaronda: Die große Runde um das Sella-Massiv
Die Sellaronda ist wohl die bekannteste Radstrecke der Dolomiten. Diese Rundtour umrundet das Sella-Massiv und verbindet vier Hauptpässe: Passo Sella (Passo Sëlva / Passo Sella), Passo Gardena (Passo Gardena / Grödnerjoch), Passo Campolongo und Passo Pordoi. Es gibt zwei Varianten: die „Road“-Version auf Asphalt für Rennräder und die „Bike“-Variante für Mountainbikes mit Trails und Forstwegen. Die klassische Runde umfasst etwa 58–62 km, mit kumulierten Höhenmetern von rund 1.800 bis 2.200 m, je nach Variante und Fahrtrichtung.
Praktischer Startpunkt: Val Gardena – St. Ulrich (Ortisei). Tourismusbüro: Ufficio Informazioni e Accoglienza Turistica Ortisei / St. Ulrich, Via Nives 3, 39046 Ortisei (BZ). Öffnungszeiten: 08:30–12:30 / 14:30–18:00 (saisonal variierend). Telefon: +39 0471 777000. Für Fahrradverleih: Sport & Bike Hotel Teutschhaus – Bike Rental, Via Meisules 6, 39046 Selva di Val Gardena (BZ), geöffnet 08:00–19:00; Mietpreise Rennrad ca. 45–65 €/Tag, E-Bike 65–95 €/Tag.
Typische Route (im Uhrzeigersinn empfohlen, morgens weniger Schatten an der Nordseite): Abfahrt von Ortisei Richtung Passo Gardena (13 km, moderater Anstieg), Abfahrt nach Arabba, dann Auffahrt zum Passo Pordoi (11 km ab Arabba), Querung des Passo Sella und Rückfahrt via Passo Campolongo. Die Straße ist asphaltiert und gut in Schuss, enthält aber schmale Abschnitte und zahlreiche Tunnel. Die Tunnel auf der Seite des Gadertals können dunkel sein: Vorsicht walten lassen, Licht mitführen und bei schlechter Sicht Warnweste anziehen.
Verpflegung: Hütten und Restaurants an den Gipfeln jedes Passes. Beispiel: Rifugio Maria am Passo Sella, Adresse Passo Sella, 39048 Selva di Val Gardena (BZ), geöffnet 09:00–20:00 in der Saison, Berggerichte 10–18 €; Ristorante Pizzeria La Stua am Passo Pordoi, Passo Pordoi 1, 32020 Livinallongo del Col di Lana (BL), geöffnet 08:00–22:00, Gerichte 12–25 €.
Praxistipps: Starte früh, um den Bus- und Wohnmobilverkehr am Nachmittag zu meiden, prüfe die Wetterlage (Nebel und Gewitter bilden sich schnell im Sommer), nimm Ersatzschläuche, eine Pumpe und ein Reparaturset mit. Wer die Schwierigkeit reduzieren möchte, kann Seilbahnen nutzen, etwa die Funivia Pordoi (Funivia Passo Pordoi – Marmolada connection) — Talstation: Passo Pordoi, 32020 Canazei (BL). Preisrahmen: ca. 10–18 € pro Bergfahrt je nach Saison und Typ (vor Ort prüfen).
Klicke hier, um die Sellaronda bei einer Halbtagestour zu entdecken

Passo Giau und die Runde um Cortina d’Ampezzo: schwindelerregende Ausblicke
Cortina d’Ampezzo, oft als „Königin der Dolomiten“ bezeichnet, ist Ausgangspunkt einer spektakulären Runde, die den Passo Giau einschließt – eine der fotogensten Straßen der Region. Die Runde lässt sich mit Rennrad oder Gravelbike fahren und kann bis zu den Drei Zinnen erweitert werden. Die Strecke Cortina – Passo Giau – Passo Falzarego – Falzarego/Valparola umfasst je nach Variante meist 70–95 km mit 1.800–2.600 Höhenmetern.
Startpunkt: Tourist Information Cortina d’Ampezzo, Corso Italia 43, 32043 Cortina d’Ampezzo (BL). Öffnungszeiten: 09:00–18:00 (Hauptsaison), Telefon +39 0436 8661. Verleih und Service: Bike Service Cortina, Via Marangoi 28, 32043 Cortina d’Ampezzo (BL), geöffnet 08:00–19:00, E-Bike-Miete 60–100 €/Tag, Rennrad 45–80 €/Tag, Werkstattservice vor Ort (Basis-Check 25–50 €).
Der markanteste Pass ist der Passo Giau (2.236 m): Die Auffahrt ist stellenweise steil (Abschnitte >10 %) und belohnt mit einer weiten „Naturterrasse“ und Blicken auf die Cinque Torri und den Monte Pelmo. In der Nähe liegt die traditionelle Hütte Rifugio Col Gallina, Corso d’Appiano 1, 32043 Cortina d’Ampezzo, die lokale Gerichte serviert (Öffnungszeiten 09:00–20:00 in der Saison, Speisen 12–20 €). Die Abfahrten nach Cortina können technisch anspruchsvoll sein: Pflasterabschnitte oder alter Belag sind möglich; Vorsicht in engen Kurven und bei Schotter.
Für Fotografen und Weitwinkel-Liebhaber ist der Blick von der Passstraße des Passo Giau bei Sonnenaufgang unvergesslich: die Schichten der Berge färben sich rosig und die Straße schlängelt sich wie eine Zeichnung den Hang hinauf. Der Zugang zu den Drei Zinnen von Cortina aus erfolgt über die Straße nach Misurina; als Abkürzung bietet die Strecke am Lago di Misurina ruhige Landschaft und gute Versorgungsmöglichkeiten: Bar Ristorante Lago Misurina, Strada Statale 48, 32041 Auronzo di Cadore (BL), geöffnet 08:00–20:00, Gerichte 8–18 €.
Praxistipps: Nutze GPS-Navigation und offline Karten (OruxMaps, Komoot), denn die Mobilfunkabdeckung ist in der Höhe nicht immer zuverlässig. Nimm Ersatzbeläge für Bremsen und sorge für gutes Bremsverhalten bei langen Abfahrten. Wenn dir die Auffahrten zu schwer sind, gibt es lokale Shuttle-Angebote (SITA-Busse) für Radfahrer; erkundige dich an der Bushaltestelle von Cortina (Via Lacedel 2) nach Fahrplänen und Bedingungen.
Klicke hier, um eine spektakuläre Runde am Passo Giau zu buchen
Seiser Alm (Alpe di Siusi) und Gröden: breite Wege und hängende Almen
Die Seiser Alm (Alpe di Siusi) ist die größte Hochalm Europas und eine der besten Regionen für entspanntes, panoramareiches Radfahren. Anders als die anspruchsvollen Pässe bietet die Seiser Alm breite Wege, gut befahrbare Straßen und Ausblicke, die scheinbar endlos sind. Die klassische Runde um die Seiser Alm und Gröden ist ideal für Familien, Gravelbiker und E-Bikes. Sie kombiniert Asphaltstrecken und befestigte Wege und ist je nach Wunsch zwischen 20 und 60 km lang, meist mit moderaten Höhenmetern (300–900 m).
Empfohlenes Zugangsportal: Seiser Alm Bahn / Alpe di Siusi Cable Car, Sanon 34, 39040 Kastelruth (BZ). Öffnungszeiten: 08:30–19:00 (saisonal variierend). Hin- und Rückfahrt mit der Kabinenbahn für Fahrräder: ca. 12–18 €/Person (vor Ort prüfen). Für Fahrradnotfälle: Bike Service Ortisei – Cicli Simon, Via Rezia 1, 39046 Ortisei (BZ), geöffnet 08:00–18:00, E-Bike-Verleih 55–85 €/Tag.
Der typische Verlauf beginnt mit der Kabinenbahn von Ortisei oder Siusi allo Sciliar zur Seiser Alm. Oben schlängeln sich die Wege zwischen Hütten wie der Baita Sunela und dem Rifugio Bolzano, mit Stopps für tyroler Spezialitäten: Knödel (8–12 €), geräucherter Speck (6–10 €) und Strudel (4–6 €). Die Wege sind gut beschildert, doch ein verlässliches GPS oder eine Karte hilft bei der Wahl der Varianten, besonders wenn der Alpenwind eine Route anspruchsvoller macht.
Die Seiser Alm eignet sich hervorragend für E-Bikes: die Akkureichweite ermöglicht große Touren und entspanntes Genießen der Ausblicke, ohne schieben zu müssen. Kulturinteressierte sollten dem Museum Gherdeina in Ortisei einen Besuch abstatten, Via Meisules 15, 39046 Ortisei (BZ), geöffnet 10:00–17:00, Eintritt 6–10 € je nach Ausstellung. Die Rückfahrt erfolgt ins Grödnertal, wo Holzschnitzwerkstätten Vorführungen bieten (Beispiel: Atelier Lorenz, Via Runch 6, 39046 Ortisei, Besichtigungen auf Anfrage).
Praxistipps: Im Sommer Sonnencreme und gute Sonnenbrille nicht vergessen, denn die Alm reflektiert viel Licht. Achtung auf Viehherden und Glockentiere – bitte Rücksicht nehmen (langsamer fahren, ruhig umrunden). Bei instabilem Wetter empfiehlt sich die Abfahrt in die Täler mit besserer Infrastruktur. Wenn du mit Bahn/Bus anreist, fahren lokale Linien (SAD/Trentino Trasporti); prüfe, ob Fahrräder mitgenommen werden können (oft reservierungspflichtig).
Klicke hier, um ein Fotoshooting auf der Seiser Alm zu buchen
Marmolada, Lago di Fedaia und der Gletscher: ein historischer, fordernder Anstieg
Die Marmolada, oft „Königin der Dolomiten“ genannt, ist der höchste Gipfel des Massivs und zeigt noch einen sichtbaren Gletscher vom Passo Fedaia und dem gleichnamigen See (Lago di Fedaia). Die klassische Auffahrt startet im Dorf Malga Ciapela und führt zum Passo Fedaia (2.057 m) entlang des Sees, mit dramatischem Blick auf die Nordwand der Marmolada und ihren Gletscher. Die Strecke ist anspruchsvoll und richtet sich an erfahrene Radfahrer: etwa 14–16 km Anstieg ab Malga Ciapela, teils steile Rampen und windige Abschnitte.
Ausgangspunkt: Malga Ciapela, Via Marmolada 1, 32020 Rocca Pietore (BL). Informationen beim Tourismusbüro: Ufficio Turistico Rocca Pietore, Via Pordoi 6, 32020 Rocca Pietore (BL), Öffnungszeiten saisonal, Telefon +39 0437 986041. Historische Seilbahn: Funivia Marmolada – Punta Rocca, Talstation in Malga Ciapela, Via della Marmolada 1, 32020 Malga Ciapela (Rocca Pietore). Zeiten und Preise variieren; Fußgänger zahlen meist 12–25 €, Fahrräder werden oft separat berechnet (online prüfen).
Der Lago di Fedaia ist ein unverzichtbarer Halt: die Wasseroberfläche spiegelt die Wand der Marmolada und liefert eindrucksvolle Motive. Von dort ist das Museo della Grande Guerra Marmolada 1915–1918 am Passo Fedaia erreichbar. Adresse: Passo Fedaia, 32020 Rocca Pietore (BL). Öffnungszeiten: 09:00–17:00 (saisonal), Eintritt ca. 7–10 €. Das Museum dokumentiert die Geschichte der Kriegsführung in großen Höhen und den Bau von Seilen und Galerien am Gletscher.
Verpflegung: Bergrestaurants am See mit Polenta, Käsegerichten und Pasta (Preise 10–18 €). Beispiel: Ristorante Lago Fedaia, Strada Statale 641, 32020 Rocca Pietore (BL), geöffnet 08:00–20:00 in der Saison, Gerichte 12–22 €. Straßenzustand kann durch Steinschlag beeinträchtigt sein und manche Abschnitte bleiben oft lange schneebedeckt; lokale Informationen vor Abfahrt prüfen.
Praxistipps: Da die Strecke exponiert ist, empfehle ich Wind- und Regenschutz auch im Sommer. Während des Anstiegs nimmt die Sauerstoffdichte leicht ab – daher regelmäßig trinken. Die Marmolada zieht auch Motorradfahrer an: halte deine Linie in Kurven, setze bei Bedarf ein kurzes Hupsignal, um auf dich aufmerksam zu machen. Wer die komplette Auffahrt vermeiden will, kann Shuttle-Services nutzen, die bis Malga Ciapela von Canazei oder Rocca Pietore verkehren.

Drei Zinnen (Tre Cime di Lavaredo) und Pragser Wildsee (Lago di Braies): Traumrouten für Gravel & MTB
Das Gebiet der Drei Zinnen (Drei Zinnen / Tre Cime di Lavaredo) und des Lago di Braies (Pragser Wildsee) bietet einige der fotogensten Strecken der gesamten Dolomiten. Die Routen sind besonders geeignet für Gravel- und Mountainbike-Fahrer und kombinieren Forstwege, Nebenstraßen und kurze asphaltierte Abschnitte. Die Runde um die Drei Zinnen lässt sich variabel gestalten: eine kurze Runde von 30–45 km oder eine anspruchsvollere Tour von 60–90 km, wenn man den Lago di Braies hinzufügt.
Hauptzugang: Besucherzentrum Tre Cime / Auronzo di Cadore, Via Monte Piana 8, 32041 Auronzo di Cadore (BL). Öffnungszeiten: 09:00–17:00 (Hauptsaison), Telefon +39 0435 3633. Beliebter Startparkplatz: Parken am Lago di Misurina, Strada Statale 48, 32041 Auronzo di Cadore (BL), gebührenpflichtig (ca. 6–10 €/Tag je nach Saison).
Die Auffahrt zum Rifugio Auronzo (Rifugio Auronzo alle Tre Cime), Adresse Rifugio Auronzo, 32041 Auronzo di Cadore (BL), erfolgt über eine asphaltierte Straße ab Misurina mit Mautgebühr (ca. 30–35 €/Auto; Radfahrer haben in der Regel Zugang, aber saisonale Regelungen prüfen). Die Aussicht dort oben ist spektakulär: die drei ikonischen Gipfel ragen über einem kargen Plateau auf – ideal für eine Foto- oder Verschnaufpause.
Der Lago di Braies, Parkplatz Lago di Braies, Strada per Braies 1, 39030 Braies (BZ), ist sehr beliebt: Die Umrundung des Sees beträgt etwa 3,5 km und lässt sich leicht in eine Radtour integrieren. Achte auf Öffnungszeiten und Zufahrtsbeschränkungen in der Hauptsaison (Parkplätze sind oft schon morgens voll). Die Hütte Rifugio Biwak al Lago di Braies bietet Getränke und Snacks (geöffnet 09:00–18:00 je nach Saison, Preise 4–12 €).
Praxistipps: Wegen des starken Besucheraufkommens früh morgens starten, um Menschenmassen zu vermeiden und das beste Licht zum Fotografieren zu nutzen. Die Strecken rund um die Drei Zinnen beinhalten technisch anspruchsvolle Schotterabschnitte mit grobem Geröll: Ein MTB oder ein Gravel mit breiten Reifen und guter Federung ist empfehlenswert. Beachte unbedingt Beschilderung und Schutzgebiete – manche Abschnitte sind in der Hochsaison Fußgängerzonen.
Klicke hier, um die Hütten der Drei Zinnen mit Guide zu entdecken
Klicke hier, um Misurina mit E-Bike und Mittagessen zu erkunden

Fazit
Die Dolomiten bieten eine Vielfalt an Radrouten, die jeden Geschmack bedienen: von der alpinen, kraftfordernden Sellaronda über die sanften Almen der Seiser Alm, die spektakulären Aussichten am Passo Giau bei Cortina d’Ampezzo bis zu den eisigen Herausforderungen der Marmolada und den fotogenen Strecken rund um die Drei Zinnen und den Lago di Braies. Jede Tour hat ihren eigenen Charakter – manche verlangen pure Watt- und Kopfleistung, andere laden zum Staunen und Genießen ein – doch alle belohnen den Radfahrer mit unvergesslichen Aussichten, üppiger Bergküche und echter lokaler Gastfreundschaft.
Logistik: Reserviere Fahrräder und Unterkünfte in der Hochsaison (Juli–August), überprüfe regelmäßig Seilbahnzeiten und Straßenzustand (Staus, Bauarbeiten, winterliche Sperren). Die lokalen Tourismusbüros (Cortina d’Ampezzo, Gröden/Val Gardena, Alta Badia, Auronzo di Cadore) sind wertvolle Informationsquellen für Sperrungen oder spezielle Events. Zur Ausrüstung gehören gute Handschuhe, eine winddichte Jacke, ein GPS mit Offline-Karten und ein Reparaturset.
Respekt und Sicherheit: Fahre rücksichtsvoll – lass schnellere Fahrzeuge passieren, kündige Überholvorgänge an und reduziere die Geschwindigkeit bei Herden und Fußgängerzonen. Denk daran, dass die Bergwelt empfindlich ist: Hinterlasse keine Spuren, nutze Mülltrennungspunkte und vermeide das Abschneiden von Vegetation. Im Notfall oder bei medizinischen Zweifeln rufe die europaweit gültige Notrufnummer 112; die Bergrettung ist organisiert, braucht je nach Zugangsweg aber Zeit.
Ob du für Sport, Fotografie, die Ruhe der Almen oder kulturelle Entdeckungen kommst – die Dolomiten werden dich fesseln. Nimm ein Notizbuch mit, um deine Lieblingsetappen festzuhalten, lokal angepasste Karten zur Erhöhung der Sicherheit und vor allem Zeit, um jeden Gipfel, jede Hütte und jede Begegnung zu genießen. Gute Reise und gute Pedale – die Straßen der Dolomiten warten auf dich.
